Parkinson

1 Ergebnisse

dopadura C 100/25mg
Produktbewertungen für dopadura C 100/25mg
Viatris Healthcare GmbH PZN: 673443 (rezeptpflichtig)
  • Parkinson

ab 20,23 €

Das könnte dich auch interessieren

Inhaltsverzeichnis

Was versteht man unter Parkinson?

Was sind die Ursachen von Parkinson?

Was sind die Symptome von Parkinson?

Wie wird Parkinson behandelt?

 

Was versteht man unter Parkinson?

Bei Parkinson handelt es sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die umgangssprachlich auch als „Schüttellähmung“ bezeichnet wird. Durch das Absterben bestimmter Nervenzellen in der schwarzen Substanz (Substantia nigra) des Gehirns kommt es zu einem Mangel des Botenstoffes Dopamin. Dieser Neurotransmitter ist zusammen mit anderen Botenstoffen an der Bewegungssteuerung beteiligt. Der Dopamin-Mangel bringt das empfindliche Gleichgewicht der Botenstoffe durcheinander und ist für den charakteristischen Symptomenkomplex der Erkrankung verantwortlich. An der im Normalfall langsam voranschreitenden Erkrankung leiden ein bis zwei von 1000 Menschen. Die Betroffene erkranken meist im Alter von über 50 Jahren.

 

Was sind die Ursachen von Parkinson?

Je nach Ursache werden verschiedene Formen des Parkinson-Syndroms unterschieden:

1. Endogenes oder idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS)

Unter dieser Form leiden knapp 80 Prozent aller Parkinson-Betroffenen. Die zugrundeliegende Ursache ist nicht bekannt. Man vermutet genetische Faktoren und Umwelteinflüsse wie beispielsweise Pestizide.

2. Genetische Formen des Parkinson-Syndroms

Bei diese Formen liegen genetische Veränderungen vor, die zu einem familiär gehäuften Auftreten der Parkinson-Krankheit meist schon in jungen Jahren führen.

3. Atypische Parkinson-Syndrome

Diesen Formen gehen Erkrankungen voraus, die zu einem Verlust von Nervenzellen führen (z.B. Lewy-Körperchen-Demenz).

4. Symptomatische (sekundäre) Parkinson-Syndrome

Den Symptomen liegen bei diesen Formen andere Ursachen zugrunde, wie beispielsweise Arzneistoffe wie Neuroleptika, Schädel-Hirn-Traumen oder Vergiftungen (z.B. Kohlenmonoxid).

 

Was sind die Symptome von Parkinson?

In der Regel treten de zahlreichen Parkinson-Symptome  erst dann auf, wenn mehr als 70 Prozent der dopaminergen Nervenzellen abgestorben sind. Sie lassen sich grob in drei Gruppen einteilen:

1. Motorische Störungen

  • Muskelsteifheit (Rigor)
  • Zittern (Ruhetremor)
  • Sprachstörungen
  • Bewegungsarmut bis Bewegungslosigkeit (Hypo bzw. Akinese)

Diese motorischen Einschränkungen sind für das charakteristische Erscheinungsbild von Parkinson-Patienten verantwortlich: Gang in kurzen, kleinen Schritten, vornübergebeugte Körperhaltung, fehlendes Mitbewegen der Arme und starre Mimik.

2. Vegetative Störungen

  • gesteigerter Tränen- und Speichelfluss
  • übermäßige Talgproduktion (sogenanntes „Salbengesicht“)
  • Störung der Wärme- und Schweißregulation
  • niedriger Blutdruck
  • Störungen der Blasen- und Darmfunktion
  • Potenzstörungen

3. Psychische Störungen

  • Depressionen
  • verlangsamtes Denken
  • Nachlassen der geistigen Funktionen bis hin zu Demenz

Eine gefährliche Komplikation im Zusammenhang mit Parkinson stellt eine „akinetische Krise“ dar. Diese kann beispielsweise durch Infekte, Medikationsfehler oder operative Eingriffe entstehen. Betroffene werden dabei völlig unbeweglich und sind nicht mehr in der Lage zu sprechen und zu schlucken. Begleitet wird dies durch Schweißausbrüche und einen beschleunigten Puls. Durch fehlendes Schlucken kann Speichel in die Lunge gelangen und eine Lungenentzündung auslösen, daher muss eine akinetische Krise zwingend behandelt werden.

 

Wie wird Parkinson behandelt?

Parkinson ist nicht heilbar, jedoch behandelbar. Mithilfe von Arzneimitteln lässt sich die Erkrankung oft über Jahre gut kontrollieren. Da die Wirkung mancher Antiparkinsonmittel mit der Zeit abnimmt, kann nach einer gewissen Zeit eine Anpassung der Medikation erforderlich sein.

Das fehlende Dopamin selbst kann nicht in Form von Arzneimitteln verabreicht werden, da es die so genannte Blut-Hirnschranke nicht überwinden und somit nicht ins Nervengewebe gelangen kann. Aus diesem Grund muss auf verschiedene Alternativen zurückgegriffen werden:

1. Levodopa

Levodopa ist in der Lage die Blut-Hirn-Schranke passieren und kann in den Nervenzellen in Dopamin umgewandelt werden.

2. Dopamin-Agonisten

Diese Wirkstoffe sind dem Dopamin chemisch sehr ähnlich und wirken im Körper wie der natürliche Botenstoff.

3. COMT-Hemmer und MAO-B-Hemmer

Diese Wirkstoffe verzögern den Abbau von Dopamin bzw. Levodopa im Körper.

4. NMDA-Antagonisten und Anticholinergika

Diese Arzneistoffe beeinflussen Botenstoffe, die dem Dopamin nachgeschaltet sind.

Die medikamentöse Therapie wird häufig durch logopädische, ergotherapeutische, physio- und psychotherapeutische Maßnahmen ergänzt. Je nach individuellem Beschwerdebild und Krankheitsverlauf können auch operative Eingriffe zum Einsatz kommen.

Quellen:

Mutschler Arzneimittelwirkungen. 8. Auflage

Taschenatlas Pharmakologie, 5. Auflage

https://www.amboss.com/de/wissen/Atypische_Parkinson-Syndrome

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/parkinson-syndrom/therapie/

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/neurologische-erkrankungen/parkinson-krankheit-symptome-ursachen-therapie-733737.html