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ALPICORT-F Lösung (100 ml)

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Allgemeine Informationen zu dem Produkt

Pharma Gerke Arzneimittelvertriebs GmbH PZN: 14261595 (rezeptpflichtig) Loesung, 100 ml Reimport

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Pflichtangaben: ALPICORT-F Lösung

Zusammensetzung

Hilfsstoffe
  • Salicylsäure 4mg
  • Prednisolon 2mg
  • Estradiol 0.036mg
  • Estradiol benzoat 0.05mg

Indikation

  • Das Arzneimittel ist eine kortikoid- und sexualhormonhaltige Lösung zur Anwendung auf der Haut im Kopfhautbereich.
  • Das Arzneimittel wird angewendet, um bei gering ausgeprägten entzündlichen Erkrankungen der Kopfhaut die Telogenrate der Kopfhaare zu senken und die Haardichte zu erhöhen. Dabei kann ein Rückgang dysplastisch-dystrophischer Haare beobachtet werden.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Prednisolon, Salicylsäure, Estradiolbenzoat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren,
    • bei estrogenabhängigen Tumoren oder Verdacht darauf,
    • bei ungeklärten Genitalblutungen,
    • auf Schleimhäuten, im Mund, im oder am Auge sowie im Genitalbereich bzw. innerlich,
    • bei Windpocken, spezifischen Hauterkrankungen (Tuberkulose, Lues) und entzündlichen Impfreaktionen,
    • bei Pilzerkrankungen (Mykosen) und bakteriellen Hautinfektionen
    • bei entzündlichen Hauterscheinungen um den Mund mit Rötung und Knötchenbildung (periorale Dermatitis) und bei Gesichtsrötung, eventuell mit entzündlichen oder eitrigen Pickeln (Rosazea),
    • bei nässenden oder akuten Kopfhauterkrankungen.

Dosierung

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Das Präparat ist eine Lösung zur Anwendung auf der Kopfhaut.
    • Tragen Sie das Präparat 1-mal täglich, möglichst am Abend, auf die Kopfhaut auf. Sobald die entzündlichen Erscheinungen abgeklungen sind, ist eine 2- bis 3-mal wöchentliche Anwendung ausreichend.
    • Die Dauer der kleinflächigen Behandlung sollte aufgrund des Corticoidgehaltes nicht länger als 2 - 3 Wochen betragen. Klinische Erfahrung liegt für Behandlungszeiten bis zu 6 Monaten vor. Es wurde nicht untersucht, wie lange die Wirkung nach Absetzen des Präparates anhält.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Es sind keine Komplikationen bei versehentlicher einmaliger äußerlicher Anwendung großer Mengen bekannt geworden.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung bei der nächsten Anwendung mit der üblichen Menge fort.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Besprechen Sie die weitere Vorgehensweise mit Ihrem Arzt, da der Behandlungserfolg sonst möglicherweise gefährdet ist.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor sie das Präparat anwenden.
    • Das Arzneimittel ist nur zur äußerlichen Anwendung auf der Kopfhaut bestimmt.
    • Bei Frauen sollte eine Behandlung über einen längeren Zeitraum als 2 - 3 Wochen nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, wenn:
      • bei Ihnen eine Endometriose (Gewebe der Gebärmutter außerhalb des Organs) oder eine Mastopathie (Veränderungen der Brustdrüsen) vorliegt, oder
      • Sie bereits andere estrogenhaltige Arzneimittel einnehmen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • In der Schwangerschaft darf das Präparat aufgrund des Estrogengehaltes nicht verabreicht werden. Wenn es während der Behandlung zu einer Schwangerschaft kommt, sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.
    • Hinsichtlich einer Estrogenexposition des ungeborenen Kindes zeigen die meisten der zur Zeit vorliegenden Studien jedoch keine fruchtschädigenden Wirkungen.
    • Bei Langzeitbehandlungen mit Glucocorticoiden - einem weiteren Wirkstoff des Präparates - während der Schwangerschaft können Wachstumsstörungen und Schädigungen des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden.
  • Stillzeit
    • Während der Stillzeit können Estrogene die Menge und Zusammensetzung der Muttermilch verändern und gehen ebenso wie Glucocorticoide in die Muttermilch über. Daher sollte unter der Behandlung mit dem Präparat nicht gestillt werden bzw. die Behandlung mit dem Präparat sollte nicht während, sondern erst nach Ablauf der Stillzeit begonnen werden.