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Oxybutynin STADA 5mg Tabletten

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CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH PZN: 4989031 (rezeptpflichtig) Tabletten, 30 Stück 5,00 € Zuzahlung für Versicherte gesetzl. Krankenvers.

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Pflichtangaben: DRIDASE

Indikation

  • Mittel zur Entspannung der glatten Muskulatur des Blasenmuskels.
  • Es wird angewendet zur Behandlung der Symptome der Überfunktion des Harnblasenmuskels (idiopathische oder neurogene Detrusorüberaktivität, d. h. in ihrer Ursache nicht zu klärende oder durch eine Nervenkrankheit bedingte Blasenmuskelüberaktivität), die sich äußert in:
    • häufigem Harndrang.
    • vermehrtem nächtlichen Harndrang.
    • zwingendem (imperativem) Harndrang.
    • unfreiwilligem Harnverlust (Inkontinenz).
  • Kinder und Jugendliche
    • Bei Kindern über 5 Jahren wird dieses Präparat angewendet bei:
      • unfreiwilligem Harnabgang (Harninkontinenz).
      • häufigem und verstärktem Harndrang.
      • nächtlichem Einnässen, wenn andere Maßnahmen nicht geholfen haben.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Oxybutynin oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
    • wenn Sie an einer bestimmten Form des grünen Stars leiden (erhöhter Augeninnendruck,
      Engwinkelglaukom").
    • wenn Sie an einer besonderen Form der Muskelschwäche leiden (
      Myasthenia gravis").
    • wenn Sie eine Verengung im Bereich des Magen-Darm-Kanals haben oder wenn Sie eine Darmlähmung oder einen Darmverschluss haben (paralytischer Ileus; Darmatonie).
    • wenn Sie eine Harnabflussstörung aus der Blase haben (z. B. bei vergrößerter Prostata [Prostatahyperplasie] oder Verengung der Harnröhre).
    • wenn Sie eine schwere entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa) oder wenn Sie eine schwere Dickdarmerweiterung (toxisches Megakolon) haben.

Dosierung

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Die Dosierung ist auf den einzelnen Patienten zugeschnitten vorzunehmen.
  • Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Empfehlungen:
    • Erwachsene:
      • Erwachsene nehmen zu Anfang 3-mal täglich ½ Tablette (entspr. 7,5 mg Oxybutyninhydrochlorid/Tag) ein. Die Regeldosis für Erwachsene ist anschließend 3-mal täglich ½ - 1 Tablette (entspr. 7,5 - 15 mg Oxybutyninhydrochlorid/Tag). Danach sollte die niedrigste wirksame Erhaltungsdosis gewählt werden.
      • Bei ungenügendem Therapieerfolg kann die Dosis bis auf maximal 4-mal täglich 1 Tablette (entspr. 20 mg Oxybutyninhydrochlorid/Tag) erhöht werden.
      • Das Arzneimittel sollte in 2 - 3 (maximal 4) Einzeldosen pro Tag eingenommen werden.
    • Ältere Menschen:
      • Ältere Menschen erhalten als anfängliche Dosis 2-mal täglich ½ Tablette (entspr. 5 mg Oxybutyninhydrochlorid/Tag). Danach sollte die niedrigste wirksame Erhaltungsdosis gewählt werden. Bei ungenügendem Therapieerfolg kann die Dosis bis auf maximal 4-mal täglich 1 Tablette (entspr. 20 mg Oxybutyninhydrochlorid/Tag) erhöht werden.
      • Bei älteren Menschen ist häufig eine Dosis von 10 mg pro Tag ausreichend.
    • Kinder über 5 Jahre:
      • Kinder über 5 Jahre erhalten als anfängliche Dosis 2-mal täglich ½ Tablette (entspr. 5 mg Oxybutyninhydrochlorid/Tag). Danach sollte die niedrigste wirksame Erhaltungsdosis gewählt werden.
      • Je nach Alter und Körpergewicht gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
        • 5 - 9 Jahre (20 - 30 kg): 7,5 mg aufgeteilt in 3 Einzelgaben
        • 9 - 12 Jahre (30 - 38 kg): 10 mg aufgeteilt in 2 Einzelgaben
        • 12 Jahre und älter (> 38 kg): 15 mg aufgeteilt in 3 Einzelgaben
      • Die maximale tägliche Dosis pro kg Körpergewicht beträgt 0,3 - 0,4 mg, jedoch darf die Dosis für Kinder 3 Tabletten täglich (entspr. 15 mg Oxybutyninhydrochlorid/Tag) nicht überschreiten.

 

  • Dauer der Anwendung:
    • Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Auftreten der Symptome und wird vom behandelnden Arzt entschieden.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Sollte das Arzneimittel in zu großen Mengen eingenommen worden sein, verständigen Sie sofort einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere von Überdosierungszeichen und dem Ausmaß einer Vergiftung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
    • Eine Überdosierung von Oxybutynin kann sich durch eine Verstärkung der anticholinergen (Neben-) Wirkungen äußern. Diese können auch schwerwiegend sein.
    • Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
    • Für den behandelten Arzt/das behandelnde Fachpersonal:
      • Therapie einer schweren Überdosierung:
        • Sofortige Magenspülung und Gabe von Aktivkohle. In schweren Fällen Injektion von Physostigmin. Die intravenöse Injektion von Physostigmin sollte langsam erfolgen.
        • Erwachsene: 0,5 - 2 mg i.v. Physostigmin; falls erforderlich kann die Physostigmin-Gabe mehrmals wiederholt werden, bis zu einer Tagesdosis von 5 mg.
        • Kinder: 30 µg Physostigmin/kg Körpergewicht i.v., falls erforderlich kann die Physostigmin-Gabe wiederholt werden, bis zu einer Tagesdosis von max. 2 mg.
        • Das Fieber sollte symptomatisch behandelt werden.
        • Bei ausgeprägter nervöser Unruhe oder Erregung kann 10 mg Diazepam intravenös injiziert werden.
        • Tachykardien können intravenös mit Propranolol behandelt, Harnverhaltung kann durch Blasenkatheterisierung behoben werden.
        • Droht eine Lähmung der Atemmuskulatur, so ist eine künstliche Beatmung erforderlich.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fahren Sie mit der Einnahme wie gewohnt fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Wenn Sie die Einnahme abbrechen Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z. B. wegen des Auftretens von Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden!
    • Jede Dosierungsänderung oder das Absetzen der Behandlung sollte stets nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich:
    • Falls Sie an häufigem Harndrang und vermehrtem nächtlichem Wasserlassen leiden, sollte Ihr Arzt vor einer Behandlung Herz- oder Nierenerkrankungen als Ursache der Beschwerden ausschließen.
    • Falls Sie an einer Erkrankung des unwillkürlichen Nervensystems, an einem Zwerchfellbruch mit Beschwerden durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre oder dadurch verursachter Speiseröhrenentzündung oder anderen schweren Magen-Darm-Krankheiten leiden, sollten Sie das Arzneimittel nur mit Vorsicht einnehmen, da es zu einer Verschlimmerung dieser Krankheiten kommen kann.
    • Falls Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, sollten Sie das Arzneimittel nur mit Vorsicht einnehmen. Falls eine Funktionseinschränkung dieser Organe vorliegt, ist möglicherweise eine Verringerung der täglichen Einnahmemenge notwendig.
    • Die Symptome von Schilddrüsenüberfunktion, ungenügender Pumpleistung des Herzens, Durchblutungsstörungen des Herzens (Angina pectoris), Herzrhythmusstörungen, zu schnellem Herzschlag, Bluthochdruck und Prostatavergrößerung können sich nach der Verabreichung des Arzneimittels ebenfalls verschlimmern.
    • Bei hohen Außentemperaturen oder bei Fieber ist Vorsicht geboten, da die Einnahme das Schwitzen vermindert und zu einem Hitzschlag führen kann.
    • Falls Sie an der Parkinson'schen Krankheit oder an anderen Krankheiten des Gehirns mit Einschränkung der Wahrnehmungsfähigkeit oder Denkfähigkeit leiden, kann Oxybutynin bei Ihnen Nebenwirkungen wie Verwirrung, Halluzinationen oder Verfolgungswahn leichter auslösen und muss deshalb entsprechend vorsichtig (z.B. niedrigere Dosis) eingenommen werden.
    • Falls während der Behandlung eine Infektion der Harnwege auftritt, muss diese entsprechend behandelt werden.
    • Eine dauerhafte Anwendung kann, infolge der reduzierten oder unterdrückten Speichelbildung, zu einer vermehrten Kariesbildung, Krankheiten des Zahnfleisches oder Pilzerkrankungen des Mundes führen. Daher sind bei einer Langzeitbehandlung regelmäßige zahnärztliche Kontrollen anzuraten.
    • Da Oxybutynin das Auftreten von Grünem Star begünstigt, sollte Ihr Arzt während der Behandlung gelegentlich die Sehschärfe und den Augeninnendruck kontrollieren lassen. Sollten Sie während der Behandlung eine plötzliche Verschlechterung der Sehfähigkeit bemerken, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
    • Kinder:
      • Von Kindern ab 5 Jahren, die auf die Wirkungen von Oxybutynin empfindlicher reagieren können, soll das Arzneimittel nur mit Vorsicht eingenommen werden. Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder unter 5 Jahren, da die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in dieser Altersgruppe nicht nachgewiesen ist.
    • Ältere Menschen:
      • Bei älteren Menschen, die auf die Wirkungen von Oxybutynin empfindlicher reagieren können, soll das Arzneimittel nur mit Vorsicht eingenommen werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Sie sollten sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen und keine Maschinen bedienen oder ohne sicheren Halt arbeiten, weil bereits bei empfohlenem Gebrauch dieses Arzneimittels das Reaktionsvermögen und die Sehschärfe so weit verändert werden können, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatwechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Schwangerschaft

  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft:
    • Es gibt keine ausreichenden Erfahrungen zum Gebrauch dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft. Im Tierversuch ruft Oxybutynin Missbildungen bei den Nachkommen hervor. Sie dürfen daher das Arzneimittel in der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche Anweisung Ihres Arztes einnehmen, und nur wenn dieser die Einnahme für zwingend erforderlich hält.
  • Stillzeit:
    • Oxybutynin geht beim Tier (Ratte) in die Muttermilch über. Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff auch beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Unter Einnahme des Arzneimittels dürfen Sie daher nur auf ausdrückliche Anweisung Ihres Arztes stillen und nur nachdem dieser eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen hat.