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Infectotrimet 100mg (10 Stück)

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INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH PZN: 2736030 (rezeptpflichtig) Tabletten, 10 Stück Generikum 5,00 € Zuzahlung für Versicherte gesetzl. Krankenvers.

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Pflichtangaben: Infectotrimet 100mg

Zusammensetzung

Hilfsstoffe
  • Trimethoprim 100mg

Indikation

  • Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Trimethoprim, ein Antibiotikum. Trimethoprim hemmt das Wachstum und die Vermehrung von bestimmten Krankheitserregern (Bakterien). Es wird über die Nieren ausgeschieden und ist im Harn in hoher Konzentration nachweisbar.
  • Das Arzneimittel wird angewendet bei Kindern ab 6 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen
    • bei unkomplizierten Entzündungen der Harnwege, die durch Trimethoprim-empfindliche Keime hervorgerufen werden.
    • zur vorbeugenden Langzeitbehandlung häufig wiederkehrender Harnwegsentzündungen.

Kontraindikation

  • Darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Trimethoprim, chemisch ähnliche Wirkstoffe (z. B. Tetroxoprim) oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
    • wenn bei Ihnen Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie, Leukopenie, Granulozytopenie, Methämoglobinämie oder megaloblastische Anämie) festgestellt worden sind.
    • wenn bei Ihnen eine schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min./1,73 m2) vorliegt
    • bei Früh- und Neugeborenen.
    • bei Kindern mit einem sogenannten fragilen X-Chromosom und verzögerter geistiger Entwicklung.

Dosierung

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt
    • Bei unkomplizierten Entzündungen der Harnwege:
      • Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre nehmen 2-mal täglich 1½ - 2 Tabletten (entsprechend 300 - 400 mg Trimethoprim pro Tag).
      • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 25 und 15 ml/min/1,73 m2) nehmen 2-mal täglich 2 Tabletten für 3 Tage (entsprechend 400 mg Trimethoprim pro Tag). Anschließend 2-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 200 mg Trimethoprim pro Tag).
      • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 25 und 15 ml/min/1,73 m2) nehmen 2-mal täglich 2 Tabletten für 3 Tage (entsprechend 400 mg Trimethoprim pro Tag). Anschließend 2-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 200 mg Trimethoprim pro Tag).
      • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 15 und 10 ml/min./1,73 m2) nehmen 2-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 200 mg Trimethoprim pro Tag).
      • Kinder von 6 bis 12 Jahren erhalten 2-mal täglich 3 mg Trimethoprim pro kg Körpergewicht (entsprechend 6 mg Trimethoprim pro kg Körpergewicht und Tag).
      • Kinder mit einem Körpergewicht von z. B. 35 kg nehmen 2-mal täglich 1 Tablette ein.
      • Tabletten sind für Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet. Für diese Altersgruppe stehen geeignetere Darreichungsformen von Trimethorpim zur Verfügung.
    • Vorbeugende Langzeitgabe bei häufig wiederkehrenden Harnwegsentzündungen:
      • Erwachsense und Jugendliche über 12 Jahre nehmen 1-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 100 mg Trimethorpim).
      • Diese Dosierung gilt auch für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, sofern die Kreatinin-Clearance nicht unter 10 ml/min./1,73 m2 liegt.
      • Für Kinder unter 12 Jahren stehen zur Langzeitprophylaxe niedriger dosierte Darreichungsformen zur Verfügung (50 mg - Tabletten, Saft).

 

  • Dauer der Anwendung
    • Unkomplizierte Entzündungen der Harnwege werden in der Regel 3 - 7 Tage behandelt.
    • Die vorbeugende Langzeitbehandlung häufig wiederkehrender Harnwegsentzündungen wird über einen Zeitraum von 6 Wochen bis 6 Monaten durchgeführt.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • In diesen Fällen können Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle auftreten. Es kann auch zu Verwirrtheitszuständen und Depressionen kommen. Gesichtsschwellungen und Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten. Verständigen Sie bitte umgehend einen Arzt! Er wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie zu wenig eingenommen haben, setzen Sie Ihre Arzneimitteleinnahme im normalen Rhythmus in der vorgeschriebenen Dosierung weiter fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Informieren Sie Ihren Arzt beim nächsten Besuch von Ihrem Einnahmefehler.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Bitte brechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Keime im Harntrakt wieder vermehren und sich Ihr Zustand verschlechtert.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
      • wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden oder wenn bei Ihnen ein Folsäuremangel bekannt ist. Bei Langzeitbehandlung sind regelmäßige Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion sowie Blutbildkontrollen, einschließlich des Differentialblutbildes, in vierwöchigen Abständen angezeigt.
      • wenn bei Ihnen Störungen der Blutbildung, wie bestimmte Formen der Blutarmut (z. B. Megaloblastenanämie) auftreten. In diesem Fall wird Ihr Arzt entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten (intramuskuläre Gabe von Calciumfolinat).
      • wenn Sie älter sind, eine HIV-Infektion haben oder Probleme mit den Nieren, wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus), wenn bei Ihnen ein Mangel an dem Nebennierenhormon Aldosteron vorliegt (Hypoaldosteronismus), bzw. wenn Sie Ergänzungsmittel oder Salzersatzstoffe mit Kalium einnehmen:
        • In all diesen Fällen kann es zu einer Erhöhung des Kaliumwertes bzw. zu einer Erniedrigung des Natriumwertes im Blut kommen. Dies kann sich u. a. durch Schwäche, Verwirrtheit, metallischen Geschmack, Herzrhythmusstörungen, Muskelkrämpfe, Durchfall, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen äußern. In entsprechenden Fällen sollte eine regelmäßige Kontrolle des Kaliumwertes sowie des Natriumwertes im Blut erfolgen.
      • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die bekanntermaßen zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels führen. Eine schwere Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel im Blut) kann die Folge sein.
      • bei starker Sonnenlichteinwirkung. Vermeiden Sie diese, da es unter der Behandlung sehr selten zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut kommen kann.
    • Zahnverfärbungen, die durch die Einnahme entstehen können, sind normalerweise durch intensive Mundhygiene während der Behandlung zu vermeiden.
    • Kinder
      • Das Arzneimittel sollte nicht bei Kindern unter 6 Wochen angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Nach bisherigen Erfahrungen hat das Arzneimittel keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Bisherige Erfahrungen haben keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko beim Menschen ergeben. Aufgrund der Wirkungsweise von Trimethoprim, dem Wirkstoff von dem Arzneimittel, könnte jedoch ein solches Risiko vorhanden sein.
    • Sie dürfen das Arzneimittel daher während der Schwangerschaft nur auf Anraten Ihres Arztes einnehmen und nur, nachdem dieser eine eingehende Nutzen/Risiko-Abschätzung vorgenommen hat.
    • Während der Einnahme von dem Präparat sollten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure achten.
    • Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Einnahme von dem Arzneimittel eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
  • Stillzeit
    • Die in der Muttermilch festgestellten Mengen an Wirkstoff sind gering und bedeuten in der Regel keine Gefährdung für den Säugling.
  • Fortpflanzungsfähigkeit
    • Nach einer einmonatigen Dauerbehandlung mit Trimethoprim, dem Wirkstoff von dem Arzneimittel, ergaben sich Hinweise auf eine Störung der Bildung männlicher Samenzellen.