Indometacin

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Was ist Indometacin?
Bei Indometacin handelt es sich um einen schmerzlindernden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Wirkstoff aus der Gruppe der nicht-opioiden Schmerzmittel (Analgetika).    Indometacin zählt aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Dies bedeutet, dass es sich hierbei um ein entzündungshemmendes Mittel handelt, das allerdings kein Steroid (Cortison) enthält.

 

 

Wie wirkt Indometacin?

Der Wirkmechanismus von Indometacin lässt sich auf die Hemmung bestimmter Enzyme, den sogenannten Cyclooxygenasen (COX) zurückführen. Diese sind an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt, die als Botenstoffe eine wesentliche Rolle am Entzündungsgeschehen sowie an der Weiterleitung und Wahrnehmung von Schmerzsignalen spielen. Auch Fieber wird über diese Substanzen ausgelöst. Durch die COX-Hemmung entstehen weniger Prostaglandine und damit weniger Schmerz, die Körpertemperatur sinkt und Entzündungen lassen nach.

 

 

Wann wird Indometacin angewendet?

Indometacin kann in Form von Tabletten angewendet und bei folgenden Indikationen eingesetzt werden:

  • akute Entzündungen der Gelenke (einschließlich Gichtanfall)
  • chronische Gelenkentzündungen
  • Morbus Bechterew und andere entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen
  • Arthrosen
  • Weichteilrheuma
  • schmerzhafte Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen

 

In Kombination mit speziellen harntreibenden Wirkstoffen (Thiaziddiuretika) kann Indometacin bei einem seltenen „Diabetes insipidus renalis“ zum Einsatz kommen. Bei dieser Form der Zuckerkrankheit sind die Nieren nicht in der Lage, konzentrierten Urin zu produzieren. Betroffene scheiden 5 bis 25 Liter Flüssigkeit pro Tag aus und leiden in Folge unter einem entsprechenden Flüssigkeits- und Elektrolytmangel sowie einem starken Durstgefühl.

 

 

Zur äußeren Anwendung stehen Gele und Sprays zur Verfügung. Die Anwendungsgebiete umfassen:

  • Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen im Bereich der Extremitäten
  • entzündliche, weichteilrheumatische Erkrankungen

 

 

 

 

Quellen:

Mutschler Arzneimittelwirkungen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 11., völlig neu bearbeitete Auflage 2020

 

Taschenatlas Pharmakologie, 5. Auflage

 

Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 11. Auflage, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2013

 

Fachinformationen Fertigarzneimittel

 

https://flexikon.doccheck.com/de/Diabetes_insipidus

Einführung in Indometacin

Indometacin ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), das vor allem zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen eingesetzt wird. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend.

Was ist Indometacin?

Indometacin gehört zur Gruppe der NSAR und wird eingesetzt, um entzündliche Prozesse zu hemmen. Es wird bei chronischen und akuten Entzündungszuständen wie Arthritis, Gicht und anderen rheumatischen Erkrankungen verwendet.

Wirkungsweise und Effekte

Durch die Hemmung von Cyclooxygenasen (COX) reduziert Indometacin die Synthese von Prostaglandinen, welche an der Entstehung von Entzündungen, Schmerzen und Fieber beteiligt sind. Die schnelle Wirksamkeit macht es zu einer wertvollen Option in der Schmerztherapie.

Anwendungsgebiete

Indometacin wird bei vielfältigen Beschwerden verschrieben, darunter rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis, Gichtanfälle, Bursitis und Tendinitis. Auch bei akuten Schmerzzuständen kann es effektiv sein.

Dosierung und Anwendung

Die Anwendung von Indometacin sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Die Dosierung variiert je nach Schweregrad der Erkrankung und individuellen Bedürfnissen. In der Regel wird es oral in Tablettenform eingenommen. Es ist wichtig, die vom Arzt empfohlene Dosis und Einnahmehinweise genau zu befolgen.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie alle NSAR kann auch Indometacin Nebenwirkungen verursachen, wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder Schwindel. In selteneren Fällen können ernste Nebenwirkungen wie Magengeschwüre auftreten. Bei Auftreten ungewöhnlicher Symptome sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Wechselwirkungen

Indometacin kann mit anderen Medikamenten, insbesondere Blutverdünnern, bestimmten Antidepressiva und weiteren NSAIDs, interagieren. Es ist essentiell, den Arzt über sämtliche eingenommene Medikamente zu informieren, um potenzielle Wechselwirkungen zu vermeiden.

Besondere Hinweise

Patienten mit bestehenden Magen-Darm-Problemen, Herz-Kreislauferkrankungen oder Nierenfunktionsstörungen sollten besondere Vorsicht walten lassen, wenn sie Indometacin einnehmen. Eine regelmäßige ärztliche Überwachung ist ratsam, um Risiken zu minimieren.

Medikamente mit Indometacin

Indometacin ist der Wirkstoff in verschiedenen Markenpräparaten und Generika enthalten. Diese Produkte sind in unterschiedlichen Dosierungen erhältlich und werden häufig bei rheumatischen Beschwerden verordnet.

Häufig Gestellte Fragen

Was ist Indometacin?

Indometacin ist ein NSAR, das zur Linderung von Entzündungen, Schmerzen und Fieber verwendet wird.

Wie sollte Indometacin eingenommen werden?

Die Einnahme erfolgt in der Regel oral in Tablettenform, stets unter ärztlicher Aufsicht und nach exakter Dosierungsanweisung.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel. Schwerwiegendere Effekte sind möglich, falls seltene Komplikationen auftreten.

Mit welchen Medikamenten sollte Indometacin nicht kombiniert werden?

Es sollte vorsichtig mit Blutverdünnern, anderen NSAIDs und bestimmten Antidepressiva kombiniert werden, um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten beachtet werden?

Patienten mit Magen-Darm-, Herz-Kreislauf- oder Nierenproblemen sollten Indometacin nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen und sich regelmäßig überwachen lassen.

Schlussfolgerung

Indometacin bietet eine effektive Möglichkeit zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen, sollte jedoch immer unter ärztlicher Anleitung verwendet werden, um Risiken und Nebenwirkungen zu minimieren. Eine umfassende Information über die richtige Anwendung trägt zu einer sicheren und effektiven Therapie bei.