Ulipristal acetat

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Wirkstoff Ulipristalacetat – Überblick und Einsatzmöglichkeiten
Ulipristalacetat ist ein selektiver Progesteronrezeptor-Modulator (SPRMs). Der Wirkstoff beeinflusst gezielt den Progesteronrezeptor und moduliert damit weibliche Fortpflanzungsprozesse. Je nach Indikation kann Ulipristalacetat entweder als Notfallverhütung eingesetzt oder in der Behandlung bestimmter Erkrankungen eingesetzt werden – stets unter ärztlicher Anleitung und Überwachung.
Hauptwirkung ist die Verzögerung des Eisprungs bzw. die Veränderung des Gebärmutterschleims, wodurch eine Befruchtung erschwert oder verhindert wird. Bei der Behandlung von Uterusmyomen kann Ulipristalacetat das Erscheinungsbild der Erkrankung lindern und die Symptomatik verbessern.
Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Versagen von Verhütungsmitteln (z. B. innerhalb von 120 Stunden) und, unter ärztlicher Verordnung, Behandlung von symptomatischen Uterusmyomen.
Notfallverhütung: Eine Einzeldosis Ulipristalacetat 30 mg, oral eingenommen, idealerweise so bald wie möglich innerhalb von 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr. Bei medizinischer Indikation kann Ulipristatacetat auch in einer Behandlung von Uterusmyomen eingesetzt werden; Dosierung und Therapiedauer richten sich nach ärztlicher Verschreibung und werden regelmäßig überwacht.
Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Kopfschmerzen und Veränderungen des Menstruationszyklus (z. B. Verschiebung der Regelblutung). Gelegentlich können Bauchschmerzen, Brustspannen oder Schwindel auftreten. Bei schweren oder anhaltenden Nebenwirkungen ist ärztliche Rücksprache zu halten.
Wichtige Wechselwirkungen bestehen mit Arzneimitteln, die Leberenzyme beeinflussen oder induzieren (z. B. bestimmte Antiepileptika, Rifampicin) sowie mit anderen hormonellen Verhütungsmethoden. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Medikamente.
Nicht als regelmäßige Verhütungsmethode verwenden. Schwangerschaftstest vor der Anwendung ist wichtig; Ulipristatacetat stärkt die Verhütung nicht vor STI-Infektionen. Bei Lebererkrankungen oder einer möglichen Leberverletzung ist besondere Vorsicht geboten. Langzeitverwendung ist je nach Indikation zu vermeiden und erfolgt unter regelmäßiger ärztlicher Überwachung.
Medikamente bzw. Produkte mit Ulipristalacetat in Deutschland beinhalten u. a. EllaOne (Notfallverhütung) und Esmya (Behandlung von Uterusmyomen).

Häufig Gestellte Fragen

Was ist Ulipristalacetat?

Ulipristalacetat ist ein selektiver Progesteronrezeptor-Modulator (SPRMs), der den Progesteronwirkstoff im Körper beeinflusst und sowohl Notfallverhütung als auch bestimmte Behandlungen von Uterusmyomen ermöglicht.

Wie wirkt Ulipristalacetat?

Es moduliert den Progesteronrezeptor, verzögert den Eisprung und verändert das Endometrium, wodurch eine Befruchtung erschwert oder verhindert wird.

Wann sollte Ulipristalacetat eingenommen werden?

Für die Notfallverhütung sollte Ulipristalacetat möglichst innerhalb von 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden; Behandlungen von Myomen erfolgen unter ärztlicher Verschreibung und Überwachung.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Häufig treten Übelkeit, Kopfschmerzen und veränderte Menstruationsmuster auf; selten Bauchschmerzen oder Schwindel. Bei schweren Nebenwirkungen ärztliche Abklärung.

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Ja, Wechselwirkungen können mit Arzneimitteln auftreten, die Leberenzyme beeinflussen oder induzieren, sowie mit anderen hormonellen Verhütungsmethoden. Informieren Sie immer Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.

Ulipristalacetat ist ein vielseitiger Wirkstoff mit Anwendungen in der Notfallverhütung und der Behandlung bestimmter Gebärmuttererkrankungen. Die Nutzung erfolgt immer unter ärztlicher Anleitung, mit einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiko sowie Berücksichtigung individueller Gesundheitsfaktoren.