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Antibakteriell und entzündungshemmend: Das Eisenkraut

Lisa Vogel
Lisa Vogel
Aktualisiert am 04. Dezember 2015

Fast in Vergessenheit geraten fristet das Eisenkraut sein Dasein an Wegrändern, Mauern und als Unkraut in Gärten. Doch bereits die alten Ägypter, Römer und auch die antiken Griechen kannten die Pflanze und verwendeten sie vor allem zu rituellen Zwecken und zur Reinigung von Altaren und Opfersteinen. In Ägypten war die Heilpflanze als Träne der Isis bekannt und bei den Römern wurde das Eisenkraut auf dem Altar des Jupiters bündelweise niedergelegt. Heute verwenden nur noch wenige Heilpraktiker das Kraut. Doch es kann auch heute noch vor allem bei Beschwerden der oberen Atemwege helfen. Innerlich angewendet als Tinktur oder Tee gegen Erkältungen und Husten, äußerlich als Wickel gegen Wundbeschwerden und blaue Flecken.

Die Pflanze Eisenkraut

Eisenkraut (Verbena officinalis) gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) und kommt in der Natur an Wegrändern, vor Mauern oder an Ufern vor. Ursprünglich stammt es wahrscheinlich aus Südosteuropa. Volkstümliche Namen für das Gewächs sind Druidenkraut, Hahnenkopf, Katzenblut, Junoträne oder Traubenkraut. Es bevorzugt sonnige und windgeschützte Standorte. Der Bode sollte nährstoffreich, feucht und durchlässig sein – auf festen Lehmböden wächst das Kraut kaum. Die Pflanze ist ein- bis mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis etwa 80 Zentimeter. Die Stängel sind robust und steif und sehr verzweigt. Vom Mai bis zum ersten Frost des Jahres trägt sie kleine blass lilafarbene Blüten an schlanken Ähren.

Die Inhaltsstoffe von Eisenkraut

Das Eisenkraut enthält vor allem die Iridoid-Glykoside Verbenalin, Hastatosid und Verbascosid. Diesen Stoffen wird die gesundheitliche Wirksamkeit der Pflanze zugeschrieben. Daneben kommen Spuren von ätherischen Ölen vor, allerdings in so geringen Mengen, dass die Pflanze keinen spezifischen Geruch ausstrahlt.

Eisenkraut und seine Wirkung

Die Wirkung von Eisenkraut ist wissenschaftlich bislang nicht belegt. Es wirkt entzündungshemmend, anregend, antibakteriell und reinigend. Dadurch wird es vor allem bei Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt. Der angelagerte Schleim kann gelöst und abtransportiert werden. Der Entzündungsvorgang im Körper kann unterdrückt, beziehungsweise verhindert werden. Außerdem kann die Pflanze schmerzstillend und krampflösend wirken. Auch gegen Nieren-, Gallen- und Leberbeschwerden kann Eisenkraut eingesetzt werden. Es wirkt harntreibend.

Die Anwendungsgebiete von Eisenkraut

Eisenkraut wird wegen der Wirkung seiner Inhaltsstoffe vor allem gegen Mandelentzündungen,  Husten und Erkältungen verwendet. Auch bei Keuchhusten, einer Bronchitis und Halsschmerzen kann die Heilpflanze Linderung verschaffen. Wegen der harntreibenden Eigenschaft zählen auch beispielsweise Nieren- und Gallensteine zu den bekannten Anwendungsgebieten.

Auch bei Verdauungsbeschwerden, Rheuma, Gicht oder als Blutverdünner kann Eisenkraut verwendet werden und Linderung verschaffen. Bei Frauen wirkt das Kraut Menstruationszyklus fördernd und nach der Schwangerschaft milchbildend. Äußerlich kann Eisenkraut gegen Wundbeschwerden, Verletzungen, Ekzeme, Geschwüre und blaue Flecke angewendet werden.

Darreichungsformen des Krautes

Zur inneren Anwendung eignet sich ein Tee. Dazu ein bis zwei Teelöffel des klein gehackten getrockneten Krautes mit heißem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Auch eine Tinktur aus Eisenkraut entfaltet ihre Wirkung im inneren des Körpers. Gegen äußerliche Beschwerden können mit dem aufgebrühten Tee Waschungen durchgeführt oder Kompressen mit dem getränkt und auf die Wunde gelegt werden.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Bislang sind bei der Einnahme von Eisenkraut keine Neben- oder Wechselwirkungen bekannt. Auch Gegenanzeigen konnten nicht nachgewiesen werden.

Über die Autor:innen

Lisa Vogel

Lisa Vogel

Von Juli 2014 bis März 2018 arbeitete Lisa Vogel als Werkstudentin in der Redaktion bei apomio.de und unterstützt das Team nun als freie Autorin. Sie hat ein Studium im Fach Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin an der Hochschule Ansbach mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Hier erlangte sie sowohl journalistische als auch medizinische Kenntnisse. Derzeit vertieft sie ihre medialen Kenntnisse im Master Studium Multimediale Information und Kommunikation.

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