Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,
das beschriebene Vorgehen hat mit den besonderen Eigenschaften von Levothyroxin, dem Wirkstoff in Euthyrox®, zu tun. Bereits kleine Unterschiede in der Wirkstoffaufnahme können dazu führen, dass sich die Schilddrüsenwerte verändern. Dadurch können Beschwerden wie Müd...
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,
das beschriebene Vorgehen hat mit den besonderen Eigenschaften von Levothyroxin, dem Wirkstoff in Euthyrox®, zu tun. Bereits kleine Unterschiede in der Wirkstoffaufnahme können dazu führen, dass sich die Schilddrüsenwerte verändern. Dadurch können Beschwerden wie Müdigkeit, Herzklopfen oder Nervosität erneut auftreten oder sich verstärken.
Aus diesem Grund gehört Levothyroxin seit 2014 zu den Wirkstoffen auf der sogenannten Substitutionsausschlussliste. Sie legt fest, für welche Arzneimittel die Apotheke im Rahmen der gesetzlichen Rabattverträge nicht ohne Weiteres auf ein Präparat eines anderen Herstellers wechseln darf.
Bei vielen anderen Medikamenten ist ein Herstellerwechsel dagegen unproblematisch. Zwar können sich Hilfsstoffe oder das Aussehen der Tabletten unterscheiden, der Wirkstoff und seine Wirkung gelten jedoch als gleichwertig.
Sollte dennoch einmal ein Wechsel auf ein anderes Levothyroxin-Präparat notwendig sein, empfiehlt sich nach etwa 6 bis 8 Wochen eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte, um die Dosierung bei Bedarf anzupassen.
Herzliche Grüße und alles Gute
Linda Künzig, Apothekerin