Lieferengpass bei ANASTROZOL DENK 1 MG FILMTABLETTEN: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Medikaments

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 26. September 2025

Das für Medikamente zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 26.08.2025 veröffentlicht, dass es aktuell beim Präparat ANASTROZOL DENK 1 MG FILMTABLETTENEngpässe bei der Lieferung gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Arzneimittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Derzeit sind viele Pharmazeuten und Apotheker damit beschäftigt, Lösungen für fehlende Arzneimittel zu finden, denn auch in Deutschland sind nun die Medikamente knapp. Immer mehr Patienten müssen deshalb auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Auch ANASTROZOL DENK 1 MG FILMTABLETTEN ist aktuell betroffen.

Details zum Lieferengpass beim Medikament ANASTROZOL DENK 1 MG FILMTABLETTEN

Aktuell ist die Lieferengpassmeldung für das Medikament, vertrieben von Denk Pharma GmbH & Co.KG, im Zeitraum vom 25.08.2025 bis zum 31.10.2025 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für ANASTROZOL DENK 1 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Anastrozol beta 1 mg Filmtabletten – Einreichungsnummer: 2166470 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Unzweifelhaft ist aber: Es ist ausdrücklich davon abzuraten, im Ausland nach Alternativen zu suchen.

Es gibt verschiedene Ursachen für Knappheiten bei der Versorgung mit Medikamenten: Von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis hin zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch ist die hauptsächliche Wurzel des Problems darin zu finden, dass für die meisten Wirkstoffe nur noch eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Hauptsitz in China und Indien haben, was oft weit entfernt ist. Für ANASTROZOL DENK 1 MG teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.

ANASTROZOL DENK 1 MG FILMTABLETTEN: Die Details zum Arzneimittel

ANASTROZOL DENK 1 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Anastrozol von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:

  • Bösartige Neubildung: Brustdrüse, nicht näher bezeichnet

Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:

  • Dieses Arzneimittel enthält einen Wirkstoff, der Anastrozol genannt wird. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Aromatasehemmer” heißt. Das Präparat wird zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet.
  • Es wirkt, indem es die von Ihrem Körper produzierte Menge des Hormons Östrogen senkt. Dies geschieht durch Hemmung einer natürlichen Substanz (eines Enzyms) in Ihrem Körper, die „Aromatase” heißt.
Medikament ANASTROZOL DENK 1 MG FILMTABLETTEN
Hersteller Denk Pharma GmbH & Co. KG
PZN 10112711
Wirkstoff Anastrozol
Gültigkeitszeitraum 25.08.2025 bis 31.10.2025
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat Anastrozol beta 1 mg Filmtabletten – Einreichungsnummer: 2166470
Begründung für den Lieferengpass Erhöhte Nachfrage

(Stand der Meldung: 26.08.2025)

Lieferprobleme in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?

Es ist unklar, ob im Fall ANASTROZOL DENK 1 MG FILMTABLETTEN der derzeitige Geltungszeitraum beibehalten wird, da der Engpass möglicherweise länger anhält.

Derzeit sind die Apotheken stark gefordert und müssen clever auf die vorhandenen Engpässe reagieren. In bestimmten Fällen können sie beispielsweise von der vorgegebenen Packungsgröße abweichen oder Alternativen bereitstellen. Obwohl dies derzeit gut funktioniert, ist das jedoch langfristig keine Lösung. Schon seit längerem gab es Bestrebungen, Lieferengpässe von Arzneimitteln einzudämmen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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