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Präeklampsie verstehen: Frühe Warnzeichen, Risiken und was Schwangere wissen sollten

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 29. Januar 2026

Schwangerschaft ist für viele Frauen eine besondere Zeit – voller Vorfreude, aber auch voller körperlicher Veränderungen. Eine dieser Veränderungen kann harmlos sein, andere sollten ernst genommen werden. Präeklampsie gehört zu den wichtigsten Schwangerschaftskomplikationen, weil sie sich schleichend entwickeln kann und sowohl Mutter als auch Baby gefährden kann. In diesem Artikel erfährst du klar und verständlich, woran du Präeklampsie erkennst, welche Risiken sie hat und was du tun kannst.

 

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten Punkte im Überblick

Was ist Präeklampsie?

Warum entsteht Präeklampsie überhaupt?

Frühe Anzeichen: Welche Symptome sollten Schwangere ernst nehmen?

Welche Werte sind typisch? Blutdruck, Urin & mehr

Risikofaktoren: Wer hat ein höheres Präeklampsie-Risiko?

Welche Risiken gibt es für Mutter und Baby?

Wann solltest du sofort ärztliche Hilfe holen?

Wie wird Präeklampsie behandelt?

Was kannst du selbst tun? Alltag, Prävention & Sicherheit

FAQ: Häufige Fragen zur Präeklampsie

Fazit

 

Die wichtigsten Punkte im Überblick

Präeklampsie zählt zu den wichtigsten Komplikationen in der zweiten Schwangerschaftshälfte – und wird oft zuerst in der Vorsorge sichtbar. Diese Kurz-Zusammenfassung hilft dir, die wichtigsten Warnzeichen und nächsten Schritte schnell zu erfassen.

  • Präeklampsie tritt meist ab der 20. Schwangerschaftswoche auf und hängt häufig mit erhöhtem Blutdruck zusammen.
  • Warnzeichen können starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Oberbauchschmerzen oder plötzliche Schwellungen sein.
  • Regelmäßige Vorsorge ist entscheidend, weil Präeklampsie lange ohne klare Symptome verlaufen kann.
  • Risikofaktoren sind u. a. erste Schwangerschaft, Mehrlinge oder Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes.
  • Unbehandelt kann es zu ernsthaften Komplikationen für Mutter und Baby kommen, z. B. Frühgeburt oder HELLP-Syndrom.
  • Bei auffälligen Symptomen gilt: sofort abklären lassen, statt abzuwarten.

Wer die Warnzeichen kennt und schnell reagiert, kann Risiken oft deutlich reduzieren.

Was ist Präeklampsie?

Präeklampsie ist eine Erkrankung, die in der Schwangerschaft auftreten kann – häufig nach der 20. Woche. Typisch ist ein erhöhter Blutdruck, der zusammen mit weiteren Auffälligkeiten auftreten kann, etwa Veränderungen im Urin oder im Blut. Sie kann verschiedene Organe belasten und muss ärztlich überwacht werden.

  • Tritt typischerweise in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf.
  • Häufiges Hauptmerkmal: erhöhter Blutdruck (Hypertonie).
  • Kann Begleitzeichen wie Eiweiß im Urin verursachen.
  • Verläuft manchmal lange ohne spürbare Beschwerden.
  • Kann sich bei manchen Frauen rasch verschlechtern.

Präeklampsie ist ernst, aber früh erkannt meist gut kontrollierbar.

Warum entsteht Präeklampsie überhaupt?

Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, doch vieles deutet auf eine gestörte Entwicklung der Plazenta und ihrer Blutgefäße hin. Wenn die Durchblutung nicht optimal ist, kann das den Kreislauf der Mutter belasten und zu Blutdruckanstieg und weiteren körperlichen Reaktionen führen.

  • Hängt wahrscheinlich mit der Entwicklung der Plazenta und ihrer Blutgefäße zusammen.
  • Eine gestörte Durchblutung kann den Blutdruck erhöhen.
  • Der Körper kann mit Entzündungs- und Stressreaktionen reagieren.
  • Organe wie Nieren und Leber können dadurch belastet werden.
  • Der Verlauf ist individuell und nicht immer vorhersehbar.

Wichtig zu wissen: Präeklampsie ist keine Frage von Willenskraft oder „falschem Verhalten“.

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Frühe Anzeichen: Welche Symptome sollten Schwangere ernst nehmen?

Viele Beschwerden in der Schwangerschaft sind normal – doch bei Präeklampsie geht es oft um die Kombination, die Intensität oder eine plötzliche Veränderung. Achte besonders auf Symptome, die stark sind, neu auftreten oder sich deutlich von deinen bisherigen Schwangerschaftsbeschwerden unterscheiden.

  • Starke oder anhaltende Kopfschmerzen, die ungewohnt sind oder nicht nachlassen.
  • Sehstörungen wie Flimmern, Lichtblitze oder verschwommenes Sehen.
  • Schmerzen im Oberbauch, besonders rechts, oder ein starkes Druckgefühl.
  • Plötzliche Schwellungen im Gesicht, an Händen oder Füßen.
  • Rasche Gewichtszunahme innerhalb weniger Tage.

Wenn sich etwas „nicht richtig“ anfühlt, ist Abklärung immer die sichere Wahl.

Welche Werte sind typisch? Blutdruck, Urin & mehr

Präeklampsie wird häufig durch Routineuntersuchungen entdeckt – bevor starke Beschwerden auftreten. Ärzt:innen schauen dabei auf Blutdruck, Urin und bei Verdacht auch auf Blutwerte sowie die Entwicklung des Babys.

  • Wiederholt erhöhter Blutdruck (nicht nur ein einmaliger Ausreißer).
  • Eiweiß im Urin als wichtiges Warnsignal.
  • Blutwerte können Hinweise auf Leber-, Nieren- oder Gerinnungsprobleme geben.
  • Ödeme (Wassereinlagerungen) können auffallen, sind allein aber nicht beweisend.
  • Beim Baby können Wachstumsverzögerungen oder veränderte Dopplerwerte auftreten.

Regelmäßige Kontrollen sind oft der Schlüssel, um Präeklampsie rechtzeitig zu erkennen.

Risikofaktoren: Wer hat ein höheres Präeklampsie-Risiko?

Präeklampsie kann jede Schwangere treffen – auch ohne Vorerkrankungen. Trotzdem gibt es Faktoren, die das Risiko erhöhen. Wenn du dazugehörst, bedeutet das vor allem: früh ansprechen, engmaschiger kontrollieren und Warnzeichen ernst nehmen.

  • Erste Schwangerschaft (häufiger betroffen).
  • Mehrlingsschwangerschaft (z. B. Zwillinge).
  • Präeklampsie in einer früheren Schwangerschaft.
  • Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Nierenerkrankungen.
  • Präeklampsie in der Familie (z. B. Mutter oder Schwester).

Risikofaktoren helfen dabei, besser vorzubeugen – nicht, um Angst zu machen.

Welche Risiken gibt es für Mutter und Baby?

Wenn Präeklampsie fortschreitet, kann sie die Organe der Mutter belasten und die Versorgung des Babys über die Plazenta beeinträchtigen. Früh erkannt und gut überwacht lassen sich viele Komplikationen vermeiden oder rechtzeitig behandeln.

  • Erhöhtes Risiko für Krampfanfälle (Eklampsie) bei schweren Verläufen.
  • HELLP-Syndrom als ernste Komplikation mit Leber- und Blutbildveränderungen.
  • Belastung von Nieren und Leber bei der Mutter.
  • Schlechtere Plazentadurchblutung: Baby wächst langsamer oder wird schlechter versorgt.
  • Frühgeburt-Risiko, wenn eine frühe Entbindung medizinisch notwendig wird.

Je früher Präeklampsie erkannt wird, desto besser lassen sich Risiken steuern.

Wann solltest du sofort ärztliche Hilfe holen?

Einige Symptome sollten in der Schwangerschaft grundsätzlich schnell abgeklärt werden – besonders, wenn Präeklampsie möglich ist. Wenn du unsicher bist, ist das allein schon ein Grund, medizinischen Rat einzuholen.

  • Sehr starke Kopfschmerzen, die nicht weggehen oder plötzlich auftreten.
  • Sehstörungen (Flimmern, Doppelbilder, Lichtblitze).
  • Starke Oberbauchschmerzen, besonders rechts.
  • Atemnot, Druckgefühl in der Brust oder plötzliche starke Schwäche.
  • Deutliche Veränderung der Kindsbewegungen.

Bei diesen Warnzeichen gilt: nicht abwarten – sofort abklären lassen.

Wie wird Präeklampsie behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, Schwangerschaftswoche und dem Zustand von Mutter und Baby. Oft geht es darum, Blutdruck zu stabilisieren und engmaschig zu kontrollieren. In schweren Fällen kann eine stationäre Überwachung notwendig sein.

  • Regelmäßige Blutdruckkontrollen, teils auch zuhause.
  • Urin- und Blutuntersuchungen zur Überwachung von Organfunktionen.
  • Ultraschallkontrollen und Überwachung der Babyversorgung.
  • Blutdrucksenkende Medikamente, wenn medizinisch notwendig.
  • Bei schweren Verläufen: stationäre Betreuung und ggf. frühere Entbindung.

Ziel ist immer: Mutter schützen und die Schwangerschaft so sicher wie möglich fortführen.

Was kannst du selbst tun? Alltag, Prävention & Sicherheit

Du kannst Präeklampsie nicht immer verhindern – aber du kannst entscheidend dazu beitragen, Warnzeichen früh zu erkennen und Sicherheit zu gewinnen. Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um kluge, alltagstaugliche Schritte.

  • Nimm alle Vorsorgetermine zuverlässig wahr – sie sind dein wichtigstes Sicherheitsnetz.
  • Miss bei Risiko oder Unsicherheit deinen Blutdruck (nach ärztlicher Empfehlung).
  • Achte auf neue oder ungewöhnliche Symptome und notiere sie bei Bedarf.
  • Unterstütze deinen Kreislauf durch regelmäßige Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit.
  • Reduziere Stress mit kleinen Pausen, Atemübungen und sanfter Bewegung, wenn es dir guttut.

Das Wichtigste ist nicht „alles richtig machen“, sondern früh reagieren, wenn etwas auffällig ist.

FAQ: Häufige Fragen zur Präeklampsie

Hier findest du kurze, klare Antworten auf Fragen, die viele Schwangere beschäftigen – besonders, wenn das Thema Präeklampsie plötzlich im Raum steht.

Kann Präeklampsie plötzlich kommen?

Ja, sie kann sich schleichend entwickeln, aber auch innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern.

Ist Präeklampsie dasselbe wie Schwangerschaftsvergiftung?

„Schwangerschaftsvergiftung“ ist ein älterer Begriff; medizinisch spricht man heute meist von Präeklampsie.

Kann ich Präeklampsie haben, ohne Symptome zu merken?

Ja, manche Frauen merken lange nichts – auffällig sind dann oft Blutdruck- oder Urinwerte in der Vorsorge.

Ist Präeklampsie gefährlich für mein Baby?

Sie kann die Versorgung über die Plazenta beeinträchtigen, aber durch frühe Diagnose und Kontrollen lassen sich Risiken oft reduzieren.

Verschwindet Präeklampsie nach der Geburt?

Meist bessert sie sich nach der Entbindung, dennoch ist Überwachung in den ersten Tagen danach wichtig.

Kurze Antworten können beruhigen – aber bei persönlichen Symptomen ist eine ärztliche Einschätzung immer entscheidend.

Fazit

Präeklampsie ist eine ernstzunehmende Schwangerschaftskomplikation, die oft ab der 20. Woche auftreten kann und manchmal lange unbemerkt bleibt. Wer Warnzeichen kennt, Vorsorgetermine ernst nimmt und bei ungewöhnlichen Beschwerden früh ärztlichen Rat einholt, kann viel zur Sicherheit beitragen.

  • Präeklampsie ist behandelbar, besonders wenn sie früh erkannt wird.
  • Vorsorgeuntersuchungen sind häufig der wichtigste Frühwarnmechanismus.
  • Warnzeichen wie starke Kopfschmerzen, Sehstörungen und Oberbauchschmerzen sollten immer abgeklärt werden.
  • Risikofaktoren helfen bei der Einordnung, ersetzen aber keine Kontrolle.
  • Im Zweifel gilt: lieber einmal mehr nachfragen als zu lange warten.

Informiert zu sein bedeutet nicht, Angst zu haben – sondern handlungsfähig und gut begleitet zu bleiben.

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