Lieferengpass bei ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN: Darum ist das Medikament aktuell knapp
Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt am 25.09.2025 mitteilte, kommt es aktuell auch beim Medikament ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN weiterhin zu Lieferengpässen. Bereits am 25.04.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Schwierigkeiten gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Arzneimittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Ihr Arzt hat Ihnen ein Rezept ausgestellt, aber die Apotheke lehnt es mit einem traurigen Kopfschütteln ab? Seit einiger Zeit erleben das viele Menschen, denn auch in Deutschland sind nun die Präparate knapp. Immer mehr Patienten müssen deshalb auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Davon betroffen ist aktuell auch ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN.
Lieferengpass beim Medikament ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN: “Erhöhte Nachfrage”
Für das Medikament des Pharmaunternehmens Micro Labs GmbH ist die Meldung zum Lieferengpass aktuell für den Zeitraum vom 31.03.2025 bis zum 31.10.2025 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN wird jedoch vom Bundesinstitut Atorvastatin Micro Labs 40 mg Filmtabletten – Einreichungsnummer: 7005793 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Unzweifelhaft ist aber: Suchen Sie auf keinen Fall im Ausland nach Alternativen.
Lieferengpässe bei Medikamenten können durch verschiedene Faktoren entstehen. Eine wichtige Ursache sind die Produktion und Verfügbarkeit von Rohstoffen, aus denen die Arzneimittel hergestellt werden. Wenn es hier Defizite gibt, kann es zu einer Unterbrechung in der Lieferkette kommen. Für ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.
ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN: Die Details zum Arzneimittel
Bei ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Atorvastatin-Calcium-Trihydrat (Ph.Eur.) von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Krankheiten verschrieben:
- Gemischte Hyperlipidämie
- Herz-Kreislauf-Krankheit, nicht näher bezeichnet
- Reine Hypercholesterinämie
Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:
- Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Statine bekannt sind und die Blutfette (Lipide) regulieren.
- Es wird angewendet, um die Blutfette zu verringern, die als Cholesterin oder Triglyceride bezeichnet werden, falls eine fettarme Ernährung und eine Umstellung des Lebensstils alleine nicht ausreichen. Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten haben, kann das Präparat auch zur Verringerung dieses Risikos bei normalen Cholesterinwerten angewendet werden. Während der Behandlung müssen Sie die übliche cholesterinbewusste Ernährung fortführen.
| Medikament | ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN |
|---|---|
| Hersteller | Micro Labs GmbH |
| PZN | 16576417 |
| Wirkstoff | Atorvastatin-Calcium-Trihydrat (Ph.Eur.) |
| Gültigkeitszeitraum | 31.03.2025 bis 31.10.2025 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | Atorvastatin Micro Labs 40 mg Filmtabletten – Einreichungsnummer: 7005793 |
| Begründung für den Lieferengpass | Erhöhte Nachfrage |
(Stand der Meldung: 25.09.2025)
Wann ist das Medikament wieder lieferbar?
Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall ATORVASTATIN MICRO LABS 40 MG FILMTABLETTEN ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.
Die Apotheken stehen derzeit vor einer besonderen Herausforderung und müssen mit klugen Entscheidungen auf die Engpässe reagieren. Bei manchen Medikamenten ist es möglich, von der vorgeschriebenen Packungsgröße abzuweichen oder Alternativen bereitzustellen. Zwar scheint dies aktuell gut zu funktionieren, jedoch sollte dieses Provisorium nicht zur nachhaltigen Lösung der Probleme werden. Die Bemühungen zur Eindämmung der Lieferengpässe von Arzneimitteln bestehen bereits seit einiger Zeit. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Dieses sieht unter anderem Sicherheitspuffer bei den Herstellern vor und beinhaltet Sonderregelungen bei Mitteln für Kinder.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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