Lieferengpass bei EREMFAT I.V. 300MG: Wie lange wird das Medikament nicht lieferbar sein?

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 15. Januar 2026

Zuletzt wurde am 24.09.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Medikament EREMFAT I.V. 300MG bezieht. Bereits am 16.09.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Davon betroffen ist aktuell auch EREMFAT I.V. 300MG.

Produktionsprobleme bei EREMFAT I.V. 300MG

Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von Esteve Pharmaceuticals GmbH, bleibt für den Zeitraum vom 05.09.2025 bis zum 03.10.2025 aufrechterhalten. Problematisch ist das Lieferdefizit vor allem, weil das Medikament in Krankenhäusern dringend benötigt wird. Als Alternativpräparat für EREMFAT® I.V. 300 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Eremfat i.v. 300mg – Einreichungsnummer: 2106370 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall muss beachtet werden: Es ist ausdrücklich davon abzuraten, im Ausland nach Alternativen zu suchen.

Ursachen für Lieferengpässe können insgesamt vielfältig sein und reichen von Produktionsproblemen bis hin zu regulatorischen Hindernissen. Im vorliegenden Fall sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird. Außerdem ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Delay in CMO-Transfer”.

EREMFAT I.V. 300MG: Die Details zum Medikament

EREMFAT® I.V. 300 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Rifampicin-Natrium von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Krankheiten verschrieben:

  • Nicht näher bezeichnete Tuberkulose der Atmungsorgane ohne Angabe einer bakteriologischen, molekularbiologischen oder histologischen Sicherung

Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:

  • Das Präparat ist ein Tuberkulosemittel aus der Gruppe der Ansamycin-Antibiotika.
  • Es wird angewendet zur Behandlung aller Formen der Tuberkulose.
  • Es wird mit anderen geeigneten Tuberkulosemitteln kombiniert verabreicht.
  • Die allgemein anerkannten Richtlinien zum angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen und speziell antimykobakteriellen Wirkstoffen bei der Behandlung mykobakterieller Infektionen sind zu beachten.
Medikament EREMFAT I.V. 300MG
Hersteller Esteve Pharmaceuticals GmbH
PZN 09505084
Wirkstoff Rifampicin-Natrium
Gültigkeitszeitraum 05.09.2025 bis 03.10.2025
relevant im Krankenhaus ja
Alternativpräparat Eremfat i.v. 300mg – Einreichungsnummer: 2106370
Begründung für den Lieferengpass Probleme in der Herstellung

(Stand der Meldung: 24.09.2025)

Lieferprobleme in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?

Ob es im Fall EREMFAT I.V. 300MG beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.

Die Apotheken stehen derzeit vor besonderen Herausforderungen und setzen alles daran, Lösungen zu finden, wenn ein bestimmtes Medikament knapp ist. Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann. Schon seit längerem gab es Bestrebungen, Lieferengpässe von Medikamenten einzudämmen. Nach Verabschiedung eines Gesetzes für Deutschland durch die Ampel-Regierung im Juli 2023 hat die Europäische Kommission im Oktober 2023 ein Dokument zur Bewältigung des Medikamentenmangels vorgelegt. Darin sind sowohl Sofortmaßnahmen als auch langfristige Strategien festgehalten worden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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