Lieferengpass bei RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG HARTKAPSELN: Darum ist das Arzneimittel nach wie vor knapp
Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt am 25.09.2025 mitteilte, kommt es aktuell auch beim Medikament RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG HARTKAPSELN weiterhin zu Lieferengpässen. Bereits am 05.04.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Davon betroffen ist aktuell auch RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG HARTKAPSELN.
Produktionsprobleme bei RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG HARTKAPSELN
Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von PUREN Pharma GmbH & Co. KG (D), bleibt für den Zeitraum vom 05.04.2025 bis zum 22.11.2025 aufrechterhalten. Schwierig zu bewältigen ist das Lieferdefizit vor allem, weil das Medikament in Krankenhäusern dringend benötigt wird. Als Alternativpräparat für RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Rivastigmin Aurobindo 6 mg Hartkapseln – Einreichungsnummer: 2186361 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall muss beachtet werden: Kaufen Sie keine Produkte ohne die Beratung von entsprechendem Fachpersonal.
Eine Schlüsselentwicklung hat wesentlich dazu beigetragen, die Problematik von Lieferengpässen zu verschärfen. Auf der einen Seite haben Rabattverträge, die zwischen den Krankenkassen und Pharmaunternehmen geschlossen wurden, zu Preissenkungen bei Arzneimitteln geführt, insbesondere bei Generika (wirkstoffgleiche Kopien). Dies ist vorteilhaft für die Patienten, hat jedoch zur Folge, dass Pharmaunternehmen, die ihre Medikamente in Deutschland vertreiben, bestrebt sind, die Wirkstoffe zu günstigsten Konditionen zu beschaffen, was oft in China oder Indien geschieht. Für RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird. Desweiteren ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Produktionsengpässe, die Bestellung wird im Oktober produziert. Lieferung ist für November geplant”.
RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG HARTKAPSELN: Die Details zum Arzneimittel
RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Rivastigminhydrogentartrat von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Primäres Parkinson-Syndrom, nicht näher bezeichnet: Ohne Wirkungsfluktuation
- Alzheimer-Krankheit, nicht näher bezeichnet
| Medikament | RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG HARTKAPSELN |
|---|---|
| Hersteller | PUREN Pharma GmbH & Co. KG |
| PZN | 04134476 |
| Wirkstoff | Rivastigminhydrogentartrat |
| Gültigkeitszeitraum | 05.04.2025 bis 22.11.2025 |
| relevant im Krankenhaus | ja |
| Alternativpräparat | Rivastigmin Aurobindo 6 mg Hartkapseln – Einreichungsnummer: 2186361 |
| Begründung für den Lieferengpass | Probleme in der Herstellung |
(Stand der Meldung: 25.09.2025)
Arzneimittel-Knappheit in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?
Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall RIVASTIGMIN AUROBINDO 6 MG HARTKAPSELN ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.
Aktuell sind die Apotheken besonders gefordert und müssen klug auf die vorhandenen Engpässe reagieren. Bei einigen Medikamenten ist es möglich, von der Standardpackungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Obwohl dies derzeit gut zu funktionieren scheint, stellt es auf Dauer jedoch keine ausreichende Lösung für die Probleme dar. Schon seit einer Weile wird versucht, die Problematik der Arzneimittellieferengpässe einzuschränken. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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apomio-Redaktion
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