Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,
neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass die sogenannte Darm-Hirn-Achse bei der Entstehung von Migräne eine Rolle spielen könnte. Das bedeutet: Substanzen, die die Darmflora positiv beeinflussen – zum Beispiel bestimmte Probiotika – könnten eine ergänzende Thera...
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,
neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass die sogenannte Darm-Hirn-Achse bei der Entstehung von Migräne eine Rolle spielen könnte. Das bedeutet: Substanzen, die die Darmflora positiv beeinflussen – zum Beispiel bestimmte Probiotika – könnten eine ergänzende Therapieoption bei Migräne darstellen.
In einer kleineren Studie wurde getestet, wie sich Probiotika in Kombination mit Vitamin D auf Migräne auswirken. Das Ergebnis: Die Häufigkeit und Stärke der Migräneattacken nahm im Vergleich zur Placebogruppe ab.
Allerdings blieben andere Beschwerden – wie die Dauer der Anfälle, die körperliche Belastung oder Einschränkungen im Alltag – unverändert. Auch der Entzündungsmarker CRP, der mit Migräne in Verbindung gebracht wird, zeigte keine Veränderung.
Die Studienergebnisse lassen sich daher als erste Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit werten. Noch ist jedoch unklar, ob die Wirkung auf die Kombination von Probiotika und Vitamin D oder auf einen der beiden Bestandteile allein zurückzuführen ist. Hier sind weitere, größere Studien nötig.
Herzliche Grüße und alles Gute
Linda Künzig, Apothekerin