Allergisch gegen Hausstaub? Diese Symptome weisen auf eine Hausstauballergie hin
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?
Welche Symptome zeigen sich bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben?
Können die Allergiesymptome chronisch werden?
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Wer unter einer Hausstauballergie leidet, reagiert eigentlich auf die Eiweißstoffe in Kot und Körper von Hausstaubmilben.
- Hausstaubmilben leben bevorzugt in der Matratze, im Teppich oder auf Polstermöbeln. Im Schnitt erreichen sie eine Größe zwischen 0,1 und 0,5 Millimetern.
- Rund sieben Prozent der deutschen Bevölkerung leiden laut Schätzungen an einer ganzjährigen Hausstaubmilbenallergie.
- Befinden sich Hausstaubmilben in der Matratze, ist dies kein Anzeichen für mangelnde Hygiene. Die Spinnentiere können in jeder Wohnung vorkommen. Allerdings können bestimmte Angewohnheiten – etwa seltenes Lüften – den Befall begünstigen.
- Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie sind denen eines Heuschnupfens nicht unähnlich: gerötete Augen, verstopfte Nase sowie wiederholte Niesattacken. Allerdings tritt ein Heuschnupfen vorrangig im Frühjahr auf, die Hausstauballergie dagegen eher in der Herbst- und Winterzeit.
Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?
Der umgangssprachliche Begriff „Hausstauballergie“ ist zumindest aus medizinischer Sicht unzutreffend. Denn Betroffene reagieren nicht auf den Hausstaub an sich allergisch, sondern auf die darin befindlichen Milben. Genauer gesagt: Auf die Eiweißbestandteile aus deren Ausscheidungen sowie Körperresten.
Hausstaubmilben gehören zu den Spinnentieren. Mit bloßem Auge sind sie aufgrund ihrer geringen Größe kaum zu erkennen. Denn nur die wenigsten überschreiten eine Länge von 0,5 Millimetern.
Hauptsächlich tummeln sie sich im Bett. Anders als Bettwanzen ernähren sie sich allerdings nicht von Blut. Stattdessen stehen hauptsächlich menschliche Hautschuppen auf ihrem Speiseplan.
Zudem bevorzugen sie eine warme Umgebung mit einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit. Auch aus diesem Grund gehört die Matratze zu ihren liebsten Orten in der Wohnung.
Eine Hausstaubmilbenallergie kann sich während der Heizperiode verschlimmern.
Welche Symptome zeigen sich bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben?
Wer sich das Bett mit Bettwanzen oder gar Flöhen teilen muss, bemerkt schnell juckende Stellen am Körper. Anders sieht es bei einem Befall mit Hausstaubmilben aus. Im Gegensatz zu den genannten Parasiten sind sie keine Blutsauger. Stattdessen sind es Kot und Körper der Spinnentiere, die eine allergische Reaktion auslösen können.
Das geschieht, wenn die getrockneten Bestandteile – etwa der Milbenkot – in winzige Partikel zerfallen. Bereits durch leichte Bewegungen werden diese aufgewirbelt. Dafür reicht es aus, sich im Schlaf auf der Matratze zu wälzen. Die allergieauslösenden Elemente können sich dabei in der Raumluft verteilen.
Auf die Weise gelangen sie auf die Schleimhäute der Nase und der Augen. Auch bis in die tieferen Atemwege können sie vordringen und sich dort ablagern.
Das Immunsystem erkennt die Allergene und bildet die entsprechenden Antikörper. In diesem Fall das Immunglobulin E. Die Antikörper docken dann an die sogenannten Mastzellen an, die wiederum Botenstoffe in den Schleimhäuten freisetzen.
Dadurch kann es innerhalb von Minuten zu einer allergischen Reaktion mit den typischen Symptomen kommen.
Diese können sich folgendermaßen äußern:
- Die Nase läuft oder kann schneller verstopfen (insbesondere morgens).
- Plötzliche Niesattacken treten auf. Dieses Symptom wird auch allergische Rhinitis genannt.
- Die Augen sind gerötet, jucken und tränen. Diese Anzeichen sprechen für eine allergische Bindehautentzündung.
- Betroffene leiden unter einem trockenen Husten, obwohl keine Krankheit vorliegt.
- Das Atmen kann sich erschweren. In diesem Zusammenhang sind pfeifende Atemgeräusche keine Seltenheit.
Seltener kann es im Rahmen einer Milbenallergie zu Hautreaktionen kommen. Die Haut kann sich röten, Juckreiz und Quaddeln entstehen. Diese Symptome – insbesondere die kleinen roten Erhebungen auf der Haut – sind leicht mit den Bissen von Bettwanzen zu verwechseln.
Die Schwere der Allergieanzeichen unterscheidet sich individuell. So gibt es Hausstauballergiker, denen ihre Allergie keine Beschwerden bereitet. Andere reagieren dagegen bereits bei einem geringen Milbenbefall mit starken Allergie- und Entzündungssymptomen.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Hausstaubmilben sich in der Wohnung verteilen, desto heftiger fallen in der Regel die Allergiesymptome aus.
Können die Allergiesymptome chronisch werden?
Ja, die durch Hausstaubmilben ausgelösten Symptome können sich im Laufe der Zeit zu dauerhaften Beschwerden entwickeln.
So können sich etwa Nasenschleimhaut oder Nasennebenhöhlen durch die andauernde Allergiebelastung chronisch entzünden. Neben einer verminderten Schlafqualität ist eine solche Komplikation für Betroffene mit einer stets verstopften Nase sowie dumpfen Kopfschmerzen verbunden.
Wer sich dauerhaft den Allergenen aussetzt, kann ebenso unter einer chronisch entzündeten Bronchialschleimhaut leiden. Schleichend kann sich diese zu einem allergischen Asthma entwickeln.
Auch eine allgemeine Überempfindlichkeit der Atemwege kann als Folge auftreten. Mögliche Symptome sind Reizhusten sowie ein gelegentliches Engegefühl in der Brust.
FAQ
Welche Hausstaubmilbenarten gibt es in Deutschland?
Am weitesten in Deutschland verbreitet sind die beiden Milbenarten Dermatophagoides pteronyssinus sowie Dermatophagoides farinae. Sie sind die Auslöser einer Hausstaubmilbenallergie.
Wie entsteht eine Hausstaubmilbenallergie?
Medizinisch wurde bislang nicht geklärt, wie es zu einer Hausstaubmilbenallergie kommt. Sowohl eine ererbte Allergiebereitschaft als auch Umwelteinflüsse können die Entstehung der Allergie begünstigen.
Warum wird eine Hausstaubmilbenallergie im Winter schlimmer?
Hausstaubmilben vermehren sich hauptsächlich während der Sommerzeit. Im Herbst sowie im Winter sterben sie ab. Dadurch sammeln sich mehr ihrer Bestandteile an. Sie trocknen und gelangen mit der Heizungsluft in größeren Mengen in die Raumluft.
Fazit
Hausstaubmilben in der Wohnung sind kein Anzeichen mangelnder Hygiene. Für Allergiker sind sie dennoch lästig, denn insbesondere ihr Kot kann allergische Reaktionen auslösen. Eine zuverlässige Maßnahme, die dagegen hilft: Die Milben müssen aus der Wohnung entfernt werden. Das funktioniert zwar meist nicht vollständig. Jedoch lässt sich die Milbenbelastung durch den Einsatz von Milbenspray oder Milbensaugern deutlich reduzieren.
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apomio-Redaktion
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