Lieferengpass bei BECLORHINOL AQUOSUM 50 MIKROGRAMM: Wie steht es um die Verfügbarkeit des Medikaments?

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 25. September 2025

Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt am 22.09.2025 mitteilte, kommt es aktuell auch beim Präparat BECLORHINOL AQUOSUM 50 MIKROGRAMM weiterhin zu Lieferengpässen. Bereits am 21.08.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Schwierigkeiten gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Mittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Derzeit sind viele Pharmazeuten und Apotheker damit beschäftigt, Alternativen und Lösungen für fehlende Arzneimittel zu finden, denn auch in Deutschland sind nun die Präparate knapp. Immer mehr Patienten müssen deshalb auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Das gilt aktuell auch für BECLORHINOL AQUOSUM 50 MIKROGRAMM.

Lieferengpass beim Medikament BECLORHINOL AQUOSUM 50 MIKROGRAMM: “Erhöhte Nachfrage”

Aktuell ist die Lieferengpassmeldung für das Medikament, vertrieben von Chiesi GmbH, im Zeitraum vom 20.08.2025 bis zum 13.10.2025 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für BECLORHINOL® AQUOSUM 50 ΜG wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. Es könnte sich dennoch auszahlen, in der Apotheke nach Alternativen zu fragen. In jedem Fall muss beachtet werden: Suchen Sie auf keinen Fall im Ausland nach Alternativen.

Verschiedene Faktoren können individuell oder in Kombination dazu führen, dass es zu einem Lieferengpass bei einem bestimmten Medikament kommt. Im vorliegenden Fall teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.

BECLORHINOL AQUOSUM 50 MIKROGRAMM: Die Details zum Medikament

BECLORHINOL® AQUOSUM 50 ΜG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Beclometasondipropionat (Ph.Eur.) von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Beschwerden verschrieben:

  • Sonstige allergische Rhinopathie
  • Allergische Rhinopathie durch Pollen
  • Allergische Rhinopathie, nicht näher bezeichnet
  • Nasenpolyp, nicht näher bezeichnet
  • Sonstige saisonale allergische Rhinopathie

Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:

  • Das Präparat ist ein Glukokortikoid zur örtlichen nasalen Anwendung und wirkt entzündungshemmend.
  • Es wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren zur
    • Vorbeugung und Behandlung von jahreszeitlich gebundenem allergischem Schnupfen, einschließlich Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis),
    • Behandlung von allergischem Dauerschnupfen (perenniale allergische Rhinitis) bei Patienten, die auf andere Behandlungen nicht ausreichend ansprechen,
    • Behandlung von kleinen bis mittelgroßen Nasenpolypen.
  • Hinweis
    • Das Arzneimittel eignet sich nicht zur sofortigen Behebung akut auftretender Krankheitszeichen beim allergischen Schnupfen.
Medikament BECLORHINOL AQUOSUM 50 MIKROGRAMM
Hersteller Chiesi GmbH
PZN 08441844
Wirkstoff Beclometasondipropionat (Ph.Eur.)
Gültigkeitszeitraum 20.08.2025 bis 13.10.2025
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat keine Angaben
Begründung für den Lieferengpass Erhöhte Nachfrage

(Stand der Meldung: 22.09.2025)

Verfügbarkeit und Ausblick

Ob es im Fall BECLORHINOL AQUOSUM 50 MIKROGRAMM beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.

Die Apotheken sind derzeit besonders gefordert und müssen mit viel Weitblick auf die entsprechenden Engpässe reagieren. In manchen Fällen ist es beispielsweise möglich, von der vorgeschriebenen Packungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Zwar scheint dies im Großen und Ganzen gut zu funktionieren, es ist jedoch auf lange Sicht keine Lösung des Problems. Immer wieder gibt es Vorschläge, um die Lieferengpässe bei Arzneimitteln zu reduzieren. Nach Verabschiedung eines Gesetzes für Deutschland durch die Bundesregierung im Juli 2023 hat die Europäische Kommission im Oktober 2023 ein Dokument zur Bewältigung des Medikamentenmangels vorgelegt. Das übergeordnete Bestreben ist, die Produktion verstärkt nach Europa zu verlagern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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