Lieferengpass bei KETOTIFEN STADA 1 MG HARTKAPSELN: Darum ist das Medikament nach wie vor nicht verfügbar
Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt am 26.08.2025 mitteilte, kommt es aktuell auch beim Arzneimittel KETOTIFEN STADA 1 MG HARTKAPSELN weiterhin zu Lieferengpässen. Bereits am 19.08.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Schwierigkeiten gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Lieferprobleme bei Medikamenten sind in Deutschland zwar kein neues Phänomen, doch gegenwärtig hat sich die Lage in der Versorgung weiter zugespitzt. Immer mehr Patienten sind gezwungen, auf lebenswichtige Medikamente zu verzichten oder auf alternative Behandlungen umzusteigen. Auch KETOTIFEN STADA 1 MG HARTKAPSELN ist aktuell betroffen.
Probleme in der Produktion bei KETOTIFEN STADA 1 MG HARTKAPSELN
Derzeit betrifft die Lieferengpassmeldung das Medikament von STADAPHARM GmbH und ist für den Zeitraum vom 16.06.2025 bis zum 26.01.2026 wirksam. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für KETOTIFEN STADA® 1 MG wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. Es könnte sich dennoch auszahlen, in der Apotheke nach Alternativen zu fragen. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Vom Kauf anderer Präparate ohne die Beratung von entsprechendem Fachpersonal wird dringend abgeraten.
Knappheiten bei der Medikamentenversorgung können auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. Diese reichen von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch liegt die vorrangige Ursache des Problems darin, dass für die meisten Wirkstoffe nur eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Sitz in Ländern wie China und Indien haben, die oft weit entfernt liegen. Für KETOTIFEN STADA® 1 MG sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.
KETOTIFEN STADA 1 MG HARTKAPSELN: Die Details zum Arzneimittel
KETOTIFEN STADA® 1 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Ketotifenfumarat von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Allergische Rhinopathie, nicht näher bezeichnet
- Allergische Kontaktdermatitis, nicht näher bezeichnete Ursache
- Allergie, nicht näher bezeichnet
| Medikament | KETOTIFEN STADA 1 MG HARTKAPSELN |
|---|---|
| Hersteller | STADAPHARM GmbH |
| PZN | 03989419 |
| Wirkstoff | Ketotifenfumarat |
| Gültigkeitszeitraum | 16.06.2025 bis 26.01.2026 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | keine Angaben |
| Begründung für den Lieferengpass | Probleme in der Herstellung |
(Stand der Meldung: 26.08.2025)
Wann ist das Medikament wieder lieferbar?
Da der Engpass im Fall KETOTIFEN STADA 1 MG HARTKAPSELN möglicherweise länger anhält, bleibt unklar, ob der derzeitige Geltungszeitraum beibehalten wird.
Besonders gefordert sind derzeit die Apotheken, die mit viel Köpfchen auf die entsprechenden Engpässe zu reagieren versuchen. Bei manchem Medikament ist es etwa möglich, von der Packungsgröße abweichen oder Alternativen ausgeben. Im Großen und Ganzen scheint das zwar gut zu funktionieren, langfristig ist das aber natürlich keine Lösung. Immer wieder gibt es Vorschläge, um die Lieferengpässe bei Arzneimitteln zu reduzieren. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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