Lieferengpass bei PALLADON INJEKT 20 MG/ML INJEKTIONS-/INFUSIONSLÖSUNG: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Medikaments

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 26. September 2025

Zuletzt wurde am 22.09.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Arzneimittel PALLADON INJEKT 20 MG/ML INJEKTIONS-/INFUSIONSLÖSUNG bezieht. Bereits am 08.09.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Lieferprobleme bei Medikamenten sind in Deutschland zwar kein neues Phänomen, doch gegenwärtig hat sich die Lage in der Versorgung weiter zugespitzt. Eine wachsende Anzahl von Patienten sieht sich gezwungen, auf essenzielle Medikamente zu verzichten oder auf alternative Therapien umzusteigen. Das gilt aktuell auch für PALLADON INJEKT 20 MG/ML INJEKTIONS-/INFUSIONSLÖSUNG.

Produktionsprobleme bei PALLADON INJEKT 20 MG/ML INJEKTIONS-/INFUSIONSLÖSUNG

Für das Medikament des Herstellers Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung – Geschäftsanschrift – ist die Meldung zum Lieferengpass aktuell für den Zeitraum vom 02.09.2025 bis zum 30.09.2025 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für PALLADON wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. Es könnte sich dennoch auszahlen, in der Apotheke nach Alternativen zu fragen. Unzweifelhaft ist aber: Vom Kauf anderer Präparate ohne die Beratung von entsprechendem Fachpersonal wird dringend abgeraten.

Es gibt verschiedene Ursachen für Knappheiten bei der Versorgung mit Medikamenten: Von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis hin zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch ist die hauptsächliche Wurzel des Problems darin zu finden, dass für die meisten Wirkstoffe nur noch eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Hauptsitz in China und Indien haben, was oft weit entfernt ist. Für PALLADON sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird.

PALLADON INJEKT 20 MG/ML INJEKTIONS-/INFUSIONSLÖSUNG: Die Details zum Arzneimittel

PALLADON ist ein zugelassenes Medikament und vor allem wegen seines Wirkstoffes Hydromorphonhydrochlorid von Bedeutung.

Medikament PALLADON INJEKT 20 MG/ML INJEKTIONS-/INFUSIONSLÖSUNG
Hersteller Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung – Geschäftsanschrift –
PZN 10058934
Wirkstoff Hydromorphonhydrochlorid
Gültigkeitszeitraum 02.09.2025 bis 30.09.2025
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat keine Angaben
Begründung für den Lieferengpass Probleme in der Herstellung

(Stand der Meldung: 22.09.2025)

Lieferengpässe in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?

Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall PALLADON INJEKT 20 MG/ML INJEKTIONS-/INFUSIONSLÖSUNG ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.

Besonders gefordert sind derzeit die Apotheken, die mit viel Improvisation auf die entsprechenden Engpässe zu reagieren versuchen. Bei manchem Medikament ist es etwa möglich, von der Packungsgröße abweichen oder Alternativen ausgeben. Im Großen und Ganzen scheint das zwar gut zu funktionieren, langfristig ist das aber natürlich keine Lösung. Die Bemühungen zur Eindämmung der Lieferengpässe von Arzneimitteln bestehen bereits seit einiger Zeit. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Dieses sieht unter anderem Sicherheitspuffer bei den Herstellern vor und beinhaltet Sonderregelungen bei Mitteln für Kinder.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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