Lieferengpass bei CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400 ΜG: Darum ist das Medikament jetzt auch knapp
Am 31.07.2025 hat das für Medikamente zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht, dass es aktuell beim Medikament CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400 ΜGEngpässe bei der Lieferung gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Davon betroffen ist aktuell auch CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400 ΜG.
Lieferprobleme beim Medikament CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400 ΜG: “Erhöhte Nachfrage”
Die Lieferengpassmeldung für das Medikament der Firma PB Pharma GmbH gilt derzeit für den Zeitraum vom 01.08.2025 bis zum 31.03.2026. Das Lieferdefizit ist vor allem deshalb schwierig zu bewältigen, weil das Medikament in Krankenhäusern dringend benötigt wird. Als Alternativpräparat für CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400UG INH.KAPS.+CYCLOH. wird jedoch vom Bundesinstitut Cyclocaps Salbutamol 200 µg – Einreichungsnummer: 2118421 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall gilt hier: Von der Suche nach Alternativen im Ausland ist absolut abzuraten.
Eine Schlüsselentwicklung hat wesentlich dazu beigetragen, die Problematik von Lieferengpässen zu verschärfen. Auf der einen Seite haben Rabattverträge, die zwischen den Krankenkassen und Pharmaunternehmen geschlossen wurden, zu Preissenkungen bei Arzneimitteln geführt, insbesondere bei Generika (wirkstoffgleiche Kopien). Dies ist vorteilhaft für die Patienten, hat jedoch zur Folge, dass Pharmaunternehmen, die ihre Medikamente in Deutschland vertreiben, bestrebt sind, die Wirkstoffe zu günstigsten Konditionen zu beschaffen, was oft in China oder Indien geschieht. Für CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400UG INH.KAPS.+CYCLOH. teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit.
CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400 ΜG: Die Details zum Arzneimittel
CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400UG INH.KAPS.+CYCLOH. ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Salbutamolsulfat von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Nichtallergisches Asthma bronchiale
- Sonstige näher bezeichnete Krankheiten der Atemwege
- Chronische obstruktive Lungenkrankheit, nicht näher bezeichnet: FEV1 nicht näher bezeichnet
- Asthma bronchiale, nicht näher bezeichnet
- Vorwiegend allergisches Asthma bronchiale
| Medikament | CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400 ΜG |
|---|---|
| Hersteller | PB Pharma GmbH |
| PZN | 02418028 |
| Wirkstoff | Salbutamolsulfat |
| Gültigkeitszeitraum | 01.08.2025 bis 31.03.2026 |
| relevant im Krankenhaus | ja |
| Alternativpräparat | Cyclocaps Salbutamol 200 µg – Einreichungsnummer: 2118421 |
| Begründung für den Lieferengpass | Erhöhte Nachfrage |
(Stand der Meldung: 31.07.2025)
Wann ist das Medikament wieder lieferbar?
Ob es im Fall CYCLOCAPS SALBUTAMOL 400 ΜG beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.
Die Apotheken sind derzeit besonders gefordert und müssen mit viel Weitblick auf die entsprechenden Engpässe reagieren. In manchen Fällen ist es beispielsweise möglich, von der vorgeschriebenen Packungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Zwar scheint dies im Großen und Ganzen gut zu funktionieren, es ist jedoch auf lange Sicht keine Lösung des Problems. Die Bemühungen zur Eindämmung der Lieferengpässe von Arzneimitteln bestehen bereits seit einiger Zeit. Nach Verabschiedung eines Gesetzes für Deutschland durch die Ampel-Regierung im Juli 2023 hat die Europäische Kommission im Oktober 2023 ein Dokument zur Bewältigung des Medikamentenmangels vorgelegt. Darin sind sowohl Sofortmaßnahmen als auch langfristige Strategien festgehalten worden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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