Lieferengpass bei DISTRANEURIN MIXTUR: Wann ist das Medikament wieder verfügbar?

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 25. September 2025

Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 25.08.2025 mitteilte, gibt es aktuell auch beim Arzneimittel DISTRANEURIN MIXTUR Lieferengpässe. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Lieferengpässe bei Medikamenten stellen eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitswesen dar. Die Gründe für Engpässe sind dabei vielfältig und reichen von Problemen in der Herstellung bis hin zu regulatorischen Schwierigkeiten. Immer mehr Patienten müssen deshalb nun auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Davon betroffen ist aktuell auch DISTRANEURIN MIXTUR.

Lieferengpass beim Medikament DISTRANEURIN MIXTUR: “supplier of closures is not producing anymore”

Die Meldung bezüglich des Lieferengpasses für das Medikament der Firma Cheplapharm Arzneimittel GmbH hat derzeit eine Gültigkeit bis zum 31.10.2025. Das Lieferdefizit ist vor allem deshalb schwierig zu bewältigen, weil das Medikament eine hohe Relevanz für Krankenhäuser hat. Als Alternativpräparat für DISTRANEURIN® MIXTUR 31,5 MG/ML wird jedoch vom Bundesinstitut Distraneurin Kapsel – Einreichungsnummer: 0077505 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall muss beachtet werden: Von der Suche nach Alternativen im Ausland ist absolut abzuraten.

Eine Schlüsselentwicklung hat wesentlich dazu beigetragen, die Problematik von Lieferengpässen zu verschärfen. Auf der einen Seite haben Rabattverträge, die zwischen den Krankenkassen und Pharmaunternehmen geschlossen wurden, zu Preissenkungen bei Arzneimitteln geführt, insbesondere bei Generika (wirkstoffgleiche Kopien). Dies ist vorteilhaft für die Patienten, hat jedoch zur Folge, dass Pharmaunternehmen, die ihre Medikamente in Deutschland vertreiben, bestrebt sind, die Wirkstoffe zu günstigsten Konditionen zu beschaffen, was oft in China oder Indien geschieht. Im vorliegenden Fall können vom BfArM jedoch aktuell keine genauen Angaben gemacht werden. Weiterhin ergänzt das Bundesinstitut dazu: “supplier of closures is not producing anymore”.

DISTRANEURIN MIXTUR: Die Details zum Medikament

Bei DISTRANEURIN® MIXTUR 31,5 MG/ML handelt es sich um ein verschreibungpflichtiges Arzeimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Clomethiazolhemiedisilat von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:

  • Orientierungsstörung, nicht näher bezeichnet
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Entzugssyndrom
  • Nicht näher bezeichnete organische psychische Störung aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit
  • Schlafstörung, nicht näher bezeichnet
  • Delir, nicht näher bezeichnet
  • Ruhelosigkeit und Erregung
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir
Medikament DISTRANEURIN MIXTUR
Hersteller Cheplapharm Arzneimittel GmbH
PZN 02151921
Wirkstoff Clomethiazolhemiedisilat
Gültigkeitszeitraum 25.08.2025 bis 31.10.2025
relevant im Krankenhaus ja
Alternativpräparat Distraneurin Kapsel – Einreichungsnummer: 0077505
Begründung für den Lieferengpass keine Angaben

(Stand der Meldung: 25.08.2025)

Verfügbarkeit und Ausblick

Ob es im Fall DISTRANEURIN MIXTUR beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.

Besonders gefordert sind derzeit die Apotheken, die mit viel Improvisation auf die entsprechenden Engpässe zu reagieren versuchen. Bei manchem Medikament ist es etwa möglich, von der Packungsgröße abweichen oder Alternativen ausgeben. Im Großen und Ganzen scheint das zwar gut zu funktionieren, langfristig ist das aber natürlich keine Lösung. Es wird bereits seit geraumer Zeit versucht, die Lieferengpässe von Medikamenten zu bewältigen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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